LÖHLEIN, G. S.: Anweisung zum Violinspielen, mit praktischen Beyspielen und zur Uebung mit vier und zwanzig kleinen Duetten erläutert Zweyte verbesserte Auflage. Leipzig und Züllichau, Waisenhaus- und Frommannische Buchhandlung, 1781. 6 Bll. Titel, Widmung und Vorbericht, 140 S. quer-quarto, ganz leicht gebräunt, sonst sehr gut erhalten; bestoßener und beriebener Pappbd d. Z., in hübschem Leinen-Portfolio.

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Artikelnummer: 29253
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  • Heute äußerst selten gewordene Violinschule, die neben derjenigen Leopold Mozarts zu den wichtigsten im 18. Jahrhundert zählt. Dies erhellt sich daraus, dass sich J. F. Reichard bemüßigt fühlte, 1797, sechzehn Jahre nach des Autors Tod, das Werk noch einmal herauszugeben. Heute ist daran besonders interessant, dass sich nach Leopold Mozart auch Löhlein über das Vibrato äußert (von ihm Bebung genannt. Er empfiehlt es als Verzierung auf lang gehaltene Noten, ganz ähnlich, wie auch W. A. Mozart es beschrieben hatte. Es kann also keine Rede sein von vibratolosem Spiel im 18. Jahrhundert eine Mähr, mit der wenig informierte Spezialisten bis in unsere Tage allzu viel Aufhebens machen. Im Gegensatz zu Geminiani jedoch, der bereits 1751 eine Art Dauervibrato lehrt, plädieren Mozart und Löhlein für einen sparsameren Einsatz. - RISM B VI, S. 512; diese Ausgabe nicht in Gregory-Bartlett (dort nur die Ausgaben 1774 und 1797).
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