GLAREANUS, [Heinrich Loriti]: Vß Glareani Musick ein vßzug/ mit verwilligung vn[d] hilff Glareani/ allen Christe[n]liche[n] kilchen alt vn[d] Götlich gesang ze lernen/ ouch zu verstan gantz nutzlich vn[d] denen zu hilff/ so der Mathematick vn[d] villicht der Latinischen sprach nitt gantz vnderricht. Basel, Heinrich Petri 1557 Oktav. 4 Bl., 140 S.( 1 Bl. doppelt paginiert), 1 Bl. mit Druckermarke. 1gefaltete Tafel, Titelholzschnitt mit guidonischer Hand, zahlreiche Notenbeispiele im Text. Vereinzelt mit Marginalien von alter Hand. Anfangs wenige Blatt etwas wasserrandig am unteren Blattrand. Am Schluß kleiner Braunfleck am oberen Blattrand. Sonst schönes, sauberes Exemplar. 20/06 Holzdeckelband der Zeit mit blindgeprägtem Schweinslederrücken. Oberes Kapital mit kleiner Wurmspur. Messingschließe ohne Haltegegenstück.

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  • Extrem seltene und erste deutsche Ausgabe des Dodekachordon: kein weiteres Exemplar seit 1914 im Handel nachweisbar! - Glarean hatte mit seinem "Dodekachordon" das 1547 erstmals in lateinischer Sprache erschienen war, ein epochemachendes Werk veröffenlicht, das zu den wichtigsten Musikbüchern des 16. Jahrhunderts gehört. Gestützt auf die Zeugnisse antiker Theoretiker und besonders die der älteren Niederländer sucht Glaren der Lehre von den 8 Modi ein Ende zu bereiten. Die Lehre von den 12 Kirchentonarten sowohl für Choral- wie für Figuralmusik, ist seine entscheidende Leistung für die Geschichte der Musiktheorie und Harmonik. Glareans Tonartenlehre wurde bald nach ihrem Erscheinen von Zeitgenossen übernommen, wie z. B. von Ponthus de Tyard, Zarlino und G. Dressler. Die vorliegende erste deutsche Ausgabe wurde sechs Jahre vor Glareans Tod als Kompendium der lateinischen Ausgabe veröffentlicht. In diesem letzten Lebensabschnitt kümmerte sich Glarean um eine Neuordnung des Schulwesens und des Musikunterichts. Auch daher war es ihm wichtig, dass sein Hauptwerk in deutscher Sprache veröffentlicht wurde. - Eitner IV, S. 275; RISM I, 366; MGG 7, 1045. Nicht bei Hirsch, Cortot und Wolffheim.
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