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Objekt des Monats Januar 2014

Johann Gottlieb Fichte

Johann Gottlieb Fichte

Johann Gottlieb Fichte

 

200. Todestag von
Johann Gottlieb Fichte (19. Mai 1762 – 29. Januar 1814)


„… einer der Hauptvertreter des sogenannten deutschen Idealismus …“ (Großes Werklexikon der Philosophie, Bd. 1, S. 483)


FICHTE, J. G. Sonnenklarer Bericht an das größere Publikum über das eigentliche Wesen der neuesten Philosophie. Ein Versuch, die Leser zum Verstehen zu zwingen. Berlin, Realschulbuchhandlung 1801. XX, 232 S., gebräunt. Pappband mit zeitgenössischem Buntpapier.

€ 300,-


Erstausgabe der so genannten "Wissenschaftslehre von 1801", die zu den ersten Berliner Arbeiten zählt. Die Abhandlung sollte als zusammenfassende und abschließende Schrift über den damaligen Stand von Fichtes Wissenschaftslehre allgemein unterrichten. Vorausgegangen waren die Werke von 1794-95, die "Einleitungen" und die Schriften von 1799. Zu den heftigen Gegnern von Fichtes Wissenschaftslehre zählte vor allen F. Nicolai. Dessen Anwürfe beantwortete dieser noch im gleichen Jahr mit "Fr. Nicolai's Leben und sonderbare Meinungen". - Baumgartner-Jacobs 53x; Goedeke V, 8, 15. (Bestell-Nr. 21845)


FICHTE, J. G. Grundlage des Naturrechts nach Principien der Wissenschaftslehre. 2 Theile in 1 Band. Jena und Leipzig, C. E. Gabler 1796-97. 12 Bl., 229 S.; 1 Bl., 269 S. Teils stockfleckig. Vorsatz gestempelt. Pappband der Zeit.

€ 750,-


Erstausgabe des zweiten größeren Werkes aus Fichtes Jenaer Jahren. Auf den wichtigen Umstand, dass die "Grundlage des Naturrechts" - die man gewöhnlich als den Abschluss der klassischen naturrechtlichen Entwicklungsreihe versteht - noch vor Kants "Metaphysischen Anfangsgründen der Rechtslehre" erschienen ist, hat Fichte selbst verschiedentlich hingewiesen. Im Oktober 1800 schrieb W. v. Humboldt an Goethe: "Sein Naturrecht ist wirklich ein großes Werk". - Baumgartner-Jacobs 21x und 21ax; Goedeke V, 8,9. (Bestell-Nr. 21835)


FICHTE, J. G. Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit. In öffentlichen Vorlesungen, gehalten zu Erlangen, im Sommer-Halbjahre 1805. Berlin, Himburg 1806. VI, 215 S. Gebräunt. Halblederband der Zeit.

-verkauft-


Erstausgabe. Im Vorwort beschreibt Fichte diese Sommervorlesungen von 1805, dem einzigen Semester, in dem Fichte seine Erlanger Professur wahrnahm, "als eine neue und verbesserte Ausgabe der vor 12 Jahren erschienenen Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten". Ebenso will er sie verstanden wissen als Rechenschaftsbericht über die Verwaltung seines Lehramtes in Erlangen. - Baumgartner-Jacobs 62x. (Bestell-Nr. 26549)


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