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Objekt des Monats Juli 2013

ROUSSEAU, J. J.: Die Neue Heloise

 

Der 2.7.2013 ist der 235. Todestag von Jean-Jacques Rousseau (geb. 28. Juni 1712 zu Genf, gest. 2. Juli 1778 in Ermenonville bei Paris).


Rousseau „einer der größten und einflußreichsten Schriftsteller der französischen Aufklärungszeit, Wegbereiter der französischen Revolution und der sozialen und demokratischen Politik“ (Ziegenfuss II, 382) hat in seinem ‚Hauptwerk der Empfindsamkeit‘ „Julie ou la nouvelle Héloise“ die Rückkehr zum einfachen Leben und zur Natur gefordert.  -  Wir können Ihnen ein sehr schönes Exemplar in Pergamentbänden der Zeit anbieten:

ROUSSEAU, J. J.: Die Neue Heloise, oder Briefe zweyer Liebenden, aus einer kleinen Stadt am Fusse der Alpen... . Aus dem Französischen übersetzt [von J. G. Gellius]. 6 Theile in 3 Bänden. Leipzig, Weidmann 1761. Gestochenes Frontispiz, insgesamt 12 Kupfertafeln von G. L. Crusius nach H. Gravelot. Schönes, nahezu fleckenfreies Exemplar. Rotschnitt. Schöne Pergamentbände der Zeit.

€ 3000,-


Sehr schönes Exemplar der sehr seltenen ersten deutsche Ausgabe. Das Hauptwerk der Empfindsamkeit, zählt zu einer der größten belletristischen Bucherfolge des 18. Jahrhunderts. "Die 'Nouvelle Héloise' ist uns heute als Gesamtwerk ferner gerückt; wir können die Kraft, mit der sie das Jahrhundert Rousseaus ergriff und erschütterte, nicht mehr unmittelbar nachfühlen. Ihre rein künstlerischen Schwächen liegen für uns deutlich zutage. Immer wieder wird in ihr die reine Darstellung und der unmittelbare Gefühlsausdruck hintangehalten durch die lehrhafte Tendenz, unter der das Werk von Anfang an steht. In einzelnen Bildern und Szenen des Romans spürt man unmittelbar den Atem einer neuen Zeit. Hier ersteht eine neue Gestalt der Dichtung: hier steigt 'Goethes Werther' vor uns auf" (E. Cassirer: Das Problem J. J. Rousseau). - Die Nachfrage nach dem Werk war enorm. Da die Neuauflagen nicht rechtzeitig auf den Markt kamen, wurden Exemplare tage- bzw. stundenweise ausgeliehen. - Ph. E. Reich, der Inhaber der Weidmann'schen Buchhandlung, ließ das Werk - im Jahr der Erstausgabe -  von J. G. Gellius ins Deutsche übersetzten. Um rechtzeitig seine Übersetzung beim Verlag abzuliefern musste Gellius weitere Helfer hinzuziehen. Die Kupfer "äußerst zierlich" wurden von Crusius nach Gravelot gestochen (Lanckoronska-Oehler I, 65). - Fromm 22762; Dufour 108; Goedeke IV,1,587,32,7. (Bestell-Nr. 26590)

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