MÖRIKE, E.: Maler Nolten. Novelle in zwei Theilen. 3 Bände. Stuttgart E. Schweizerbart 1832 1 Bl., 324 S.; 1 Bl., S. 323-640, 1 Bl.; 1 Bl. 32 S. Musikbeilage (davon 18 S. faksimiliert). Pappbände mit zeitgenössischem Buntpapier.

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  • Vollständiges Exemplar der Erstausgabe der 1. Buchveröffentlichung Mörikes mit der seltenen Notenbeilage, die hier teilweise in einem Faksimile-Druck beiliegt. - Der "Maler Nolten" spiegelt in einer Zeit des Übergangs die verschiedenen Strömungen der Zeit selbst wider. Eingeflochten sind Erstdrucke von 24 wichtigen Gedichten, darunter "eine Gruppe von musterhaft gebauten Sonetten" (H. E. Holthusen). Wie aus Mörikes Korrespondenz zu entnehmen ist, hatte ihn der Plan zum "Maler Nolten" schon 1828 beschäftigt. Die Hauptarbeit wurde aber erst 1830 abgeschlossen. Erst 1831 konnte ein Verleger gefunden werden. Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Musikbeilage wie auch dem Umfang verzögerten die Drucklegung. "Der 'Maler Nolten' gehört im engeren Sinne zum sogenannten Künstlerroman, im weiteren in die Reihe der durch Goethes 'Wilhelm Meisters Lehrjahre' eingeleiteten Entwicklungs- und Bildungsromane, einer vorwiegend romantischen Gattung, die weit über die Romantik hinaus gewirkt hat" (B. v. Wiese). Auf die Rezension seines Freundes Vischer - die erst 7 Jahre später erschien - legte Mörike besonders großen Wert. "Wenn das ganze Buch eine seltsame Vereinigung phantastisch-romantischer Stoffe mit plastischer Klarheit und Göthischer Idealität darstellt, so verdient endlich der Styl wegen seiner Classicität eine ungeteilte Bewunderung". L. Hirschberg urteilt: "Weit seltener ist der Maler Nolten, und namentlich die Musikbeilage des Erstdrucks so gut wie unfindbar". Die Vertonungen stammen von Mörikes Bruder Karl und seinem Freund Louis Hetsch. - Kauffmann 64; Marbach-Katalog 193.
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