GASPARINI, F.: L'Armonico pratico al cimbalo. Regole. Osservazioni, ed Avvertimenti per ben suonare il Basso, e accompagnare sopra il Cimbalo, Spinetta, ed Organo. Venezia, A. Bortoli 1708 Quart. 118 S., 1 Bl. (teilweise braunfleckig bzw. schwach wasserrandig), 1 Holzschnitt-Vignette, zahlreiche Noten in Holzschnitt-Typendruck (Titel mit Spur eines entfernten Stempels, hier kleine Fehlstelle fachgerecht hinterlegt) Schöner Halblederband Mitte 19.Jh. mit grünen marmorierten Deckeln und Rückenvergoldung, leicht berieben und Ecken bestoßen

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  • Höchst seltene Erstausgabe (nur 2 Exemplare in deutschen Bibliotheken), nicht im JAP Online, für uns nur 3 Nachweise im Handel seit 1929! Gasparini war einer der angesehensten Opernkomponisten seiner Zeit. Im Alter von 32 Jahren kam er als Musiklehrer nach Venedig, wo neben ihm ab 1703 auch Vivaldi wirkte. Auch schrieb er "ebenso wie Fux und Lotti Messen im betont alten Stil" (MGG 4, 1417). Seine Generalbasslehre war "noch lange nach seinem Tode das beliebteste ital. Lehrbuch des Accompagnements." (ebd. 1418). Schon 1711 fand es in Heinichens berühmtem Lehrbuch eine erste anerkennende Erwähnung, um bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts vielfach aufgelegt zu werden. Gasparini wendet sich an den gebildeten Musikliebhaber; er unterscheidet zwischen Anweisungen für Cembalisten und solchen für Organisten, erläutert die Verwendung von Verzierungen und führt eine Tonartenlehre ein - immer mit dem Ziel, auf die Hinzufügung von Generalbass-Ziffern verzichten zu können. Zu seinen Schülern gehören B. Marcello und J. J. Quantz. - RISM B VI 1, 349/50; Gaspari I, 280; Eitner IV, 162.
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