QUANTZ, J. J.: Versuch einer Anweisung die Flöte traversiere zu spielen; mit verschiedenen, zur Beförderung des guten Geschmackes in der praktischen Musik dienlichen Anmerkungen begleitet, und mit Exempeln erläutert. Nebst XXIV. Kupfertafeln. Zweyte Auflage Breslau, J. F. Korn dem ältern [!] 1780 Quart. 7 Bl., 334 S., 9 Bl. Register, 1 Bl. und 24 Bl. mit Tafeln faksimiliert. 1 Kupfertafel im Text. Exlibris. 21/04 Halblederband der Zeit. Rücken erneuert unter Verwendung des altes Lederrückens.

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  • Mit seinem Hauptwerk, - neben Hotteterre und Tromlitz das bedeutendste Flötenlehrbuch des 18. Jahrhunderts, - übte Quantz "den nachhaltigsten Einfluss auf seine Zeit aus. Diese umfassendste Instrumentenschule des 18. Jahrhunderts fand bei ihrem Erscheinen lebhafte Zustimmung und auch Kritik. Sie ... wurde richtungweisend für ähnliche Werke der Folgezeit. Sie ist mehr als ein Lehrbuch des Flötenspiels. Nur 40 von 334 S. behandeln Probleme der Querflöte und ihres Spieles, der Rest beschäftigt sich mit allgemeinen Fragen des musikalischen Geschmacks, der musikalischen Bildung und der Auffassungspraxis. Noch vertraut mit den Anschauungen der barocken Musikästhetik zeigt Quantzens Versuch bereits viele Züge, die auf die Geisteshaltung der deutschen Klassik hinweisen ... Seine Ausführungen zur allgemeinen Aufführungspraxis gelten für die gesamte europäische Musik des Spätbarocks und Rokokos. ... Als bedeutendste Instrumentalschule des 18. Jahrhunderts neben denen von C. Ph. E. Bach und Leopold Mozart ist Quantz "Versuch" eine der wichtigsten Quellen für die Musik und die Musikanschauung des deutschen Rokokos" (F. Bose). Die 1780 erschienene 2. Auflage ist nahezu identisch mit der Erstausgabe von 1752. Mit der halbseitigen reizenden Kupfervignette von G. Fr. Schmidt (S. 1) die das principium musicum darstellt. - RISM (Ecrits impr.) VI², S. 677; Miller (Cat. Books on the Flute) S. 93; Hirsch I, 478; fehlt bei Wolffheim und Gregory-Sonneck.
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