GLAREAN, [H.]: Dodekachordon. Basileae, (H. Petri 1547) Folio. 10 bl., 470 S., 3 Bl. Zahlreiche Notenbeispiele in Typendruck. Einige figürlich ausgeschmückte Holzschnitt-Initialen, mehrere Diagramme und Abbildungen von historischen Musikinstrumenten. Mit Eintragungen von alter Hand. 2 Blatt auf altem Papier faksimiliert. 20/06 Pergamentband der Zeit. Sorgfältig restauriert.

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  • Erstausgabe von bekannter Seltenheit. Nicht im JAP (DVD) und seit 25 Jahren nicht mehr im Handel nachweisbar. - Das bedeutende musiktheoretische Werk mit der Widmung an den Kardinal und Bischof von Augsburg, Otto von Waldburg, gehört zu den wichtigsten Musikbüchern des 16. Jahrhunderts. Gestützt auf die Zeugnisse antiker Theoretiker und besonders die er älteren Niederländer sucht Glaren der Lehre von den 8 Modi ein Ende zu bereiten. Die Lehre von den 12 Kirchentonarten sowohl für Choral- wie für Figuralmusik, ist seine entscheidende Leistung für die Geschichte der Musiktheorie und Harmonik. Besondere Bedeutung kommt dem Werk als musikalische Quelle zu durch die Aufnahme zahlreicher Tonsätze in Typendruck von zeitgenössischen Komponisten, wie z. B. A. Brumel, S. Ditrich, D. à Goes, J. Isaac, L. Senfl. Hinzu kommt eine Anzahl einstimmiger Oden-Vertonungen Glareans. Dessen Tonartenlehre wurde bald nach ihrem Erscheinen von Zeitgenossen übernommen, wie z. B. von Ponthus de Tyard, Zarlino und G. Dressler. - RISM I, 366; Wolffheim I, 673; Hirsch I, 226; Cortot 89. Siehe auch Ausstellungskatalog Wolfenbüttel 1985.
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