SCHUMANN, Robert [1810-1856]: Brief mit Datum und Unterschrift. Eigenhändige Abschrift von Clara Schumann. Endenich, 14. September 1854 [nach 1854]. Großoktav. 3 Seiten. Blindgeprägtes Doppelblatt. Letztes weißes Blatt mit kl., unauffälligem Sammlerstempel. Mit blauer Tinte geschrieben.

Artikelnummer: 27369
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  • Clara Schumanns eigenhändige Abschrift des ersten aus der Heilanstalt Endenich an sie gerichteten Briefes ihres "alten und getreuen Roberts". Nach seiner Einweisung im März 1854 fragte Schumann erstmals im September nach seiner Familie. Klara schrieb ihm postwendend. Roberts Antwortbrief beginnt: " ...Wie freute ich mich, geliebte Klara, Deine Schriftzüge zu erkennen; habe Dank, daß Du gerade an solchem Tage schriebst [Schumanns Hochzeitstag] und Du und die lieben Kinder sich meiner noch in alter Liebe erinnern. ... O könnt' ich Euch einmal sehen und sprechen; aber der Weg ist doch zu weit. So viel möchte ich von dir erfahren ... wo meine Partiturensammlung (die gedruckten) und die Manuskripte (wie das Requiem, des Sängers Fluch) hingekommen sind, wo unser Album, das Autographen von Goethe, Jean Paul, Mozart, Beethoven, Weber und viele an Dich und mich gerichtete Briefe enhielt ... die Liebeszeilen, die ich Dir von Wien nach Paris schickte? ... Dann fehlt es mir sehr an Notenpapier, da ich manchmal etwas an Musik aufschreiben möchte. Mein Leben ist sehr einfach ... Schreibe mir noch Genaueres über die Kinder ... O wie gern möchte ich Dein wundervolles Spiel einmal hören! War es ein Traum, daß wir im vorigen Winter in Holland waren und daß du überall so glänzend aufgenommen ... und uns ein Fackelzug gebracht wurde. ... So viele Fragen und Bitten hab' ich - könnt' ich zu Dir und sie Dir aussprechen. Willst Du den Schleier über dieses oder jenes, worüber ich Dich gefragt, werfen, so tue es. ...". - Im Laufe des Sommers hatte sich Schumanns Zustand verbessert. An guten Tagen spielte er Klavier, las Bücher und schrieb Briefe an Freunde, Verleger und seine Familie. Im Frühjahr 1855 verschlechtere sich sein Zustand und er stirbt im Juli 1856. - Im Gegensatz zu früher enthalten die Briefe aus der Heilanstalt fast keine Hinweise auf seinen Gesundheits-und Gefühlszustand! Schumann lebte in der Vergangenheit. - Gedruckt: Schumann Briefe N.F. Hrsg. von Jansen Nr. 46. - Siehe Abbildung.
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