Antiquarische Highlights: Erstausgaben, Autographen, Noten, Handschriften uvm.

Objekt des Monats Januar 2013

WIELAND, Christoph Martin: DER TEUTSCHE MERKUR

 WIELAND, Christoph Martin: Brustbild

 

200. Todestag von Christoph Martin Wieland

Mit dem Newsletter für Januar 2013 präsentieren wir Ihnen gleich zwei interessante Objekte des Monats aus unserem reichhaltigen Antiquariatsangebot und erinnern damit in Text und Bild an den  200. Todestag von Christoph Martin Wieland (geboren am 5. September 1733 in Oberholzheim, gestorben am 20. Januar 1813 in Weimar). Johann Gottfried Herder, Johann Wolfgang von Goethe,  Friedrich von Schiller und Christoph Martin Wieland bildeten gemeinsam das „Viergestirn“ der Weimarer Klassik, dessen moderne Geisteshaltung ganz Europa beeinflußte.

DER TEUTSCHE MERKUR. (Herausgegeben von Chr. M. Wieland). Band 1-40 [von 68] in 10 Bänden, Weimar, Verlag der Gesellschaft und C. L. Hoffmann sowie Wielands Selbstverlag 1773-82. 1 gef. Kupfer, 3 Kupferportraits nach G. M. Kraus, 1 gef. Notenkupfer von S. Frhr. v. Seckendorff, 1 gef. Beilage, 13 gef. Notenbeilagen in Holzschnitt-Typendruck, Holzschnitt-Titelvignetten und zahlreiche Holzschnittvignetten im Text. 16 S. in alter Handschrift, 2 S. in Fotokopie. Ohne die letzten Bl. von Band 8. Stockfleckig, gebräunt und wasserrandig. Pappbände der Zeit. Rücken passend ergänzt.
 
€ 2500,-


Eine der bedeutendsten deutschen Zeitschriften, auch mit den ersten Jahrgängen im Originaldruck, die häufig im Nachdruck vorliegen. Sie beeinflusste nachhaltig die gebildeten Leser der späten Aufklärung. Der 1. Band erschien noch als "Der Deutsche Merkur". Neben Nicolais "Allgemeiner deutscher Bibliothek" und Boies "Deutschem Museum" eine der wichtigsten literarischen Zeitschriften dieser Epoche, die Weimar zu einem Zentrum der literarischen Welt machte.
„Im ‚Merkur‘ erschienen Wielands Dichtungen u. eine große Anzahl von Aufsätzen, die nur teilweise in die Werksammlungen aufgenommen wurden.“ (Günther-Zeilinger). So waren die "Abderiten" der erste deutsche Roman, der in Fortsetzungen in einer Zeitschrift erschien. Der "Merkur" ist "in seiner ersten Phase durchaus auch ein Kampfblatt gegen die jungen Autoren des Sturm und Drang. Doch als Goethe nach Weimar kommt, kann Wieland die Beiträge eben dieser Autoren aufnehmen und integrieren" (Hocks-Schmidt). Mit dem „Teutschen Merkur“ entsteht nach dem Vorbild des Pariser "Mercure de France" ein neuer Zeitschriftentyp, der zum ersten Mal eine große Vielfalt an Themen und literarische Formen an den Leser heranträgt. Poetische Artikel stehen neben Rezensionen, philosophischen und populärwissenschaftlichen Abhandlungen, Reiseberichten, Biographien und politischen Aufsätzen. So bietet diese Zeitschrift mit ihren Erstausgaben eine umfangreiche Übersicht über die Buchproduktion der Zeit. - Kirchner 4471; Goedeke IV, 1, 556, 69; Günther-Zeilinger 1147.
(Bestell-Nr. 17109)

WIELAND, Christoph Martin: Brustbild nach rechts in ovaler Umrandung. Kupferstich von [J. F. ] Bause nach [G. O.] May Leipzig, bey Bause 1782. 27,5 x 20,5 cm.

- verkauft -


Schöner, kräftiger Abzug. Das Porträt zeigt Wieland (1733-1813) während seiner Weimarer Zeit, in der er sich als Herausgeber der Literaturzeitschrift "Der Teutsche Merkur" einen Namen gemacht hat.

(Bestell-Nr. 27624)

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