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DESCARTES, R.: Discours de la Méthode pour bien conduire sa raison, & chercher la verité dans les sciences, plus la Dioptrique, les Météores, la Mechanique, et la Musique ... Avec des Remarques & des éclaircissements necessaires. Paris, Ch. Angot 1668. Quart. 303, (23) S., zahlreiche Holzschnitt-Abbildungen im Text. [Angebunden]: - : Traité de la Mechanique ... de plus l’Abrégé de Musique ... mis en Francois avec les éclaircissemens necessaires ... Paris, Ch. Angot 1668. Quart. 127, (1) S., zahlreiche Holzschnitt-Abbildungen im Text. Ganzlederband der Zeit.

Artikelnummer: 17170
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  • Das berühmteste Werk von Descartes, in dem er sein System des "cogito ergo sum" darlegt. Für die Methodik der Wissenschaften wurde es von fundamentaler Wichtigkeit ebenso wie für die Begründung der modernen Erkenntnistheorie. Seine Anwendung der modernen algebraischen Arithmetik auf die antike Geometrie schuf die analytische Geometrie. Seine Erörterung von Harveys Entdeckung des Blutkreislaufs ist die erste Erwähnung dieser Entdeckung durch einen führenden ausländischen Gelehrten. - Es handelt sich um die echte dritte Ausgabe im Gegensatz zu den im gleichen Jahr erschienenen bei Theodor Girard oder Michel Bobin und Nicolas le Gras. - Der "Traité de la mechanique" liegt in Erstausgabe vor. - Der "Abregé de musique" ist die Erstausgabe der französischen Übersetzung des "Compendium Musicae" mit den ausführlichen Annotationen des Nicolas Joseph Poisson. Bereits 1618 geschrieben, übersandte Descartes das Manuskript seinem Freund, dem Mathematiker Isaak Beeckmann, mit der Bitte um Geheimhaltung, der es bis 1629 bewahrte. Descartes betrachtete das Werk als unvollkommen und so wurde es erst aus seinem Nachlass noch im Todesjahr herausgegeben. In diesem "unvollkommenen Werk" wird die Musik behandelt als eine Wissenschaft mit mathematischen Proportionen. Er entdeckte auch, was seit dem demonstriert wird, dass die Vibrations-Frequenz einer Saite mit gegebener Spannung und Dichte sich ändert mit der Länge (vgl. E. S. Haldane: Descartes, his life and times). "Die Schrift gehört zu den selbständigsten und scharfsinnigsten Musikabhandlungen der Zeit; Descartes Taktlehre hat durch W. C. Printzens Systematisierung auch in die deutsche Musiklehre Eingang gefunden" (Riemann). - Guibert 18; Cortot 61; Tchemerzine IV, 312; Brunet II, 609; Eitner III, 183; nicht bei Hirsch, Gregory-Sonneck, Wolffheim.
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