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SCHINKEL, K. F.: Tempel der Peruaner in dem ersten Act der Oper Cortez. Getönte Aquatintaradierung von Dietrich nach Schinkel. [Aus:] (Sammlung von Theater-Decorationen. Erfunden v

Artikelnummer: 25718
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  • Beeindruckendes großformatiges Dekorations-Blatt mit Schriftrand (Gedr. v. Hampe) zur Oper 'Fernand Cortez ou la conquête du Mexique', Libretto von Victor-Joseph Etienne de Jouy (1764-1846) und Joseph-Alphonse d'Esménard (1770-1811), Musik von Gaspare Spontini (1774-1851). "Die Proportionen von Originalentwurf und Aquatinta stimmen nahezu überein. Hier ist jedoch etwas mehr Boden und Himmel wiedergegeben. Die Architektur wirkt gedrungener." (Werkkatalog 47 A). "... die hohen pylonenartigen Gebäude mit einer Treppe und das Götzenbild im Vordergrunde, welche in nächtlicher Beleuchtung eine so große Wirkung machen, (sind) mexikanischen Denkmalen frei nachgebildet." (G. F. Waagen in: Berliner Kalender, 1844, S. 342). "Schinkel hat zu zwei verschiedenen Inszenierungen der Oper, 1818 und 1824, insgesamt fünf Dekorationsentwürfe geschaffen; drei sind heute noch vorhanden, zwei literarisch überliefert. Zur Aufführung von 1818 hat er drei Entwürfe geliefert (Kat. 47-49), zwei sind später entstanden (Kat. 50, 51)." (Harten S. 264). - Der Entwurf blieb als "Gouach über Bleistift. 42, 3 x 58 cm" in den Staatl. Museen zu Berlin erhalten (Farbtafel Kat. 47). Keiner der von Theatermalern ausgeführten Hintergrundprospekte blieb erhalten. Von den zahlreichen Bühnenentwürfen Schinkels sind nur 104 Entwürfe im Original vorhanden oder durch Kopien und Reproduktionen überliefert. - Thieme-Becker XXX, S. 78. - Im 'Ersten Brief' der geplanten Reihe 'Briefe über Tonkunst in Berlin' den Hoffmann am 10. Dez. 1814 an die Redaktion der AMZ geschickt hatte, berichtete er u. a. auch über eine Aufführung (13. Nov. 1814) des 'Ferdinand Cortez' von Spontini. In dem Aufsatz der am 11. Januar 1815 erschien, kam Spontini nicht gut weg: "H. (hatte) bei der Besprechung einer Aufführung des 'Cortez' noch scharfe Ausdrücke gegen Spontini gebraucht. Wohl spricht er ihm Genie und Talent zu, er hält ihn 'für viel besser, als er sich bis jetzt gezeigt hat' und glaubt, daß er seine 'eigentliche Heimath nur hartnäckig verleugnet', verurteilt aber mit außergewöhnlicher Schärfe Melodie, Harmonie, Rhythmus und Instrumentation und kommt zu dem vernichtenden Ergebnis, 'daß es der Spontinischen Musik gänzlich an innerer Wahrheit mangle'" (E. T. A. Hoffmanns Briefwechsel. Hrsg. v. F. Schnapp, Bd. II, S. 260, Anmerkung 5). Ob Hoffmann die spätere Inszenierung mit den Schinkel-Dekorationen 1818 in Berlin gesehen hat, ist nicht überliefert. - Siehe Abbildung.
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