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Objekt des Monats November 2012

LEIBNIZ, G. W. v.: Theodicaea, Oder Versuch und Abhandlung

 

 

Mit unserem ‚Objekt des Monats‘ für November 2012 möchten wir an einen der vielseitigsten Gelehrten und scharfsinnigsten Denker aller Zeiten erinnern: Gottfried Wilhelm Leibniz, geboren am 1. Juli 1646 in Leipzig, gestorben am 14. November 1716 in Hannover.

LEIBNIZ, G. W. v.: Theodicaea, Oder Versuch und Abhandlung/ Wie die Güte und Gerechtigkeit Gottes, In Ansehung Der Menschlichen Freyheit, und des Ursprungs des Bösen, zu vertheidigen; Aus dem Französischen übersetzt, Bey dieser dritten Auflage an vielen Orten verbessert. Nebst einigen Anmerckungen und nöthigen Registern. Dem annoch beygefügt Des seeligen Herrn Autoris Lebens-Beschreibung. Hannover, N. Förster 1735. Portrait- Kupfer von Lips nach Böcklin, 14 Bl., 64, 1030 S., 1 gefaltetes Kupfer. Am Anfang auf den Seiten gelegentlich alte Marginalien. Pergamentband der Zeit.

€ 2800,-


Das philosophische Hauptwerk von Leibniz - eines der einflußreichsten Werke des Barock - in der maßgeblichen Fassung nach der zweiten französischen Ausgabe, die um 1712 in Amsterdam erschienen war. Enthält die Kommentare von Georg Friedrich Richter und auch die von Leibniz benutzten Zitate werden übersetzt. Die Biographie von Bernhard von Fontenelle nebst Anmerkungen wurde von J. G. von Eccard übersetzt sowie mit weiteren Anmerkungen, einem umfangreichen Sachregister und einer Bibliographie der Schriften Leibniz und einem Autorenregister versehen. Diese Fassung ist nicht nur der ersten von 1720 vorzuziehen, sondern deutlich auch der von Gottsched 1744. Mit der Beschreibung und Abbildung der von Leibniz konstruierten Rechenmaschine, der ersten, die alle 4 Grundrechenarten ausführen konnte. In den "Beylagen" Stücke zum Prioritätsstreit zwischen Newton und Leibniz und die Erfindung der Differentialrechnung. Lange wurde die Ironie dieses Werkes nicht erkannt, "der bekannte Tübinger Theologe und nachmalige Universitätskanzler Chr. Matthäus Pfaff (erhielt) auf seine Meinungsäußerung, daß die 'Theodicee' wol nur zu scherzhaftem Vergnügen erdacht sei, die briefliche Antwort Leibniz's (vom 2. Mai 1716), es sei hiermit der Nagel auf den Kopf getroffen und nur zu wundern, daß bisher noch Niemand dies Spiel bemerkt habe" (ADB 18, S. 201). - Ravier 402; Fromm 28314.

(Bestell-Nr. 27170)

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