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GLUCK, Christoph [Willibald] von [1714-1787]: Dokument von Schreiberhand mit eigenhändiger Unterschrift. Wien, 9. Juni 1787. Folio. 1 Seite. 3 Siegel und 1 Stempel.

Artikelnummer: 27264
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  • Die letzte eigenhändige Unterschrift Glucks. - Vertrag über den Verkauf von Glucks Haus in der Knappenstraße (heute Wiener Gasse 22) in Perchtoldsdorf an die Baroness Antonia von Gudenus zum Preis von 6200 Gulden. Das Haus war von einem großen Garten umgeben und wurde mit "Mobilien und Effekten" übergeben. Im Landhaus in Perchtoldsdorf verbrachte der Komponist ab 1781 die Sommermonate, auf Drängen seiner Frau und der Ärzte. Hier arbeitete er auch an der Revision von "Iphigenie auf Tauris", die im Oktober 1781 erstmals in deutscher Fassung in Wien aufgeführt wurde. In diesem Haus traf er auch mit Haydn und Mozart und J. F. Reichardt zusammen. Die Käuferin, Antonia von Gudenus, war die Ehefrau des Freiherrn von Gudenus, in dessen Haus am Michaelerplatz Nr. 3, gegenüber dem Burgtheater, Gluck zwischen 1782 und 84 eine Wohnung unterhielt. Im Juni 1784 erwarben die Glucks das Haus "Zum silbernen Löwen" in der Vorstadt auf der Wieden, zu dem ebenfalls ein großes Grundstück mit Gartenhaus und Wirtschaftsgebäuden gehörte, da die Fahrten nach Perchtoldsdorf immer beschwerlicher wurden (vgl. Croll: Gluck, sein Leben, seine Musik, S. 263). Gluck unterschrieb mit zittriger Handschrift, bevor er am 15. November 1787 nach einem vierten Schlaganfall starb. Neben seiner Unterschrift befindet sich sein Siegel. Der Vertrag ist von J. v. Strehlendorff und J. P. Schmid gegengezeichnet und mit deren Siegeln versehen. Gluck-Autographen gehören zu den seltensten Komponisten-Autographen überhaupt.
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